Herkunft
Aus seiner ursprünglichen Heimat zwischen dem Schwarzem Meer und der Kaspischen See hat sich der Apfel im Laufe von Tausenden von Jahren über alle Erdteile verbreitet. In Deutschland ist er seit jeher die beliebteste Obstart. Hier wird der Apfel vor allem im Alten Land, im Bodenseegebiet und im Rheinland angebaut. Der Apfel-Baum gehört wie die Kirsche zur Familie der Rosengewächse.
Saison
Je nach Sorte ist der Apfel ganzjährig erhältlich. Man unterscheidet Wildäpfel und Kulturäpfel. Äpfel, die man am Markt oder im Geschäft kaufen kann, sind Kulturäpfel. Sie werden von Obstbauern oder Apfel-Plantagen geliefert.
Verwendung
Der Apfel lässt sich sowohl für Süßspeisen als auch für herzhafte Gerichte verwenden. Säuerliche Sorten eignen sich gut für Kuchen, süße Exemplare für Desserts. Im Rheinland wird beispielsweise Apfel-Kompott zu Sauerbraten oder Reibekuchen serviert.
Sorten
Runde, ovale, herzförmige, grüne, gelbe, rote, die Vielfalt vom Apfel ist riesig. Niemand weiß, wie viele Apfel-Sorten es tatsächlich auf der Welt gibt. Vielleicht sind es mehrere tausend. Dennoch gibt es auf dem Markt selbst nur ganz wenige Sorten. Bei uns kann man 15 bis 20 Apfel-Sorten kaufen.
Geschmack
Der Apfel schmeckt je nach Sorte saftig-süß, mild, herb-würzig, säuerlich oder sehr sauer.
Der Apfel: von Braeburn bis Royal Gala
Aufbewahrung
Ein idealer Lager-, Koch- und Back-Apfel ist der rote bis violette Ingrid Marie. Er schmeckt leicht mürbe und mild-säuerlich.Der Apfel sollte immer separat von anderem Obst gelagert werden, da er nachreift und das Pflanzenhormon Ethylen ausscheidet, das anderes Obst welk werden lässt. Am besten bewahrt man den Apfel gekühlt bei etwa sieben Grad Celsius im Gemüsefach des Kühlschranks auf.
Der hellgrüne Klar-Apfel ist duftig, saftig und hat ein sehr lockeres Fruchtfleisch. Leider verdirbt er schnell.
Der grüngelbe Gravensteiner hat ein würziges leicht säuerliches Aroma und hält sich etwas besser als der Klar-Apfel.
Haltbarkeit
Äpfel sind bei Zimmertemperatur etwa eine Woche haltbar, im Kühlschrank je nach Sorte länger.
Nährwert/Wirkstoffe
Der Apfel vereint über 30 Spurenelemente und Mineralstoffe in sich. Besonders reich ist er an Kalium. Auch Provitamin A, Vitamin B1, B2, B6, E und C sind enthalten, sowie Folsäure, Niacin und unterschiedliche Fruchtsäuren. Die Schale sollte man am besten mitessen, denn in ihr stecken jede Menge Pektine und Vitamine. 100 Gramm Apfel enthalten 54 Kalorien beziehungsweise 228 Kilojoule.
Medizinische Wirkung
Das im Apfel enthaltene Kalium reguliert den Wasserhaushalt. Zudem ist der Apfel auch als "Zahnbürste der Natur" bekannt, da er reich an unterschiedlichen Fruchtsäuren ist. Apfelsäure löst Harnsäure auf und ist somit ein natürliches Mittel gegen Rheuma oder Gicht. Auch aufgrund der enthaltenen "bioaktiven Substanzen" ist der Apfel so wertvoll für unsere Gesundheit. Farb- und Gerbstoffe (Phenolsäuren und Karotinoide) schützen vor Herz- und Kreislauferkrankungen und Krebs. Was den Apfel zusätzlich auszeichnet ist sein hoher Ballaststoffanteil, vor allem das lösliche Pektin, das den Cholesterinspiegel senken hilft und auch gegen Darmkrebs vorbeugen kann. Weil das Apfelpektin so quellfähig ist, regt es die Verdauung an und sorgt für ein anhaltendes Sättigungsgefühl. mit seinem hohen Fruchtzuckergehalt ist der Apfel ein idealer Muntermacher. Für Kinder und Säuglinge ist ein geriebener Apfel ein altbewährtes Mittel gegen Durchfall.
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